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Journal · 14. August 2026

Was bleiben soll, steht am Anfang

Warum die Bestandsaufnahme der teuerste Teil ist — und der, an dem man nicht sparen sollte.

Die Frage, die ein Projekt entscheidet, wird meist zu früh beantwortet: Was kommt weg? Wer sie vor der Aufnahme beantwortet, beantwortet sie nach Gefühl.

Wir drehen die Reihenfolge um. Zuerst wird aufgenommen, was da ist — Tragwerk, Leitungen, Lichtverlauf über den Tag, die Stellen, an denen sich Menschen ohnehin aufhalten. Erst danach entsteht eine Liste dessen, was bleiben soll. Diese Liste ist kein Wunschzettel, sondern ein Befund.

Das kostet zwei bis drei Wochen mehr. Es spart die Runde, in der ein fertiger Entwurf an einer Leitung scheitert, die niemand eingezeichnet hatte.